Clemens
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Durch Zufall habe ich einen Streit zwischen meiner Mutter Sabine und meinem Stiefvater Volker mitbekommen, indem ich erfuhr, daß Clemens Richter mein richtiger Vater ist. Er wohnt in Berlin ( "Am Wiesengrund 54" ) und besitzt die Werbeagentur: "Sisters".

             

Unser Verhältnis ist nicht gerade das Beste. Seit ich das Praktikum bei Herrn Prof. Dr. Gerner absolviere, macht er mich ständig blöd an. Ich solle mich mehr um die Schule kümmern usw.

Damals, als ich mit meiner Ex-Freundin Svenja Götz nach Berlin kam, hatte ich Clemens sogar beklaut, um möglichst schnell das Geld für unsere Thailand-Reise zu bekommen. Zuerst ging es mir nämlich nur darum, mit Svenja nach Thailand abhauen zu können.

Doch, mit der Zeit hatte ich ein wahnsinnig schlechtes Gewissen meinem Vater gegenüber, ihn einfach zu beklauen. Svenja fuhr allein nach Thailand und ich brachte die Brieftasche Clemens wieder zurück.

Von nun an rauften wir uns irgendwie zusammen. Natürlich war Clemens sauer und dachte, ich hätte seine Brieftasche auf keinen Fall zurückgebracht. Doch, als er im Briefkasten nachschaute, sah er, daß ich recht hatte. Er verzichtete auf eine Anzeige. Allerdings rief er meine Mutter an. Da mußte ich es ihm sagen, daß ich sein Sohn bin. Erst glaubte er mir nicht, aber, als ich ihn mit der Nacht im Frankfurter Hotel mit Sabine konfrontierte, wurde er stutzig und begann, zu zweifeln.

Clemens und Sabine trafen sich im Fasan und redeten über mich. Sabine gab zu, daß ich sein Kind sei. Und, Clemens wollte sich von nun ab besser um mich kümmern. Doch, Sabine war strikt dagegen. Sie wollte die Entscheidung, ihn zu sehen, zwar mir überlassen, aber, in Wirklichkeit sagte sie mir, er wollte nichts mit mir zu tun haben. Sie machte ihn nur schlecht bei mir und meinte, wenn einer schon den Scheck zuschicken wollte, das würde ja nicht gerade von viel Interesse zeuge. Traurig fuhr ich wieder mit nach Northeim.

Zuhause kam dann der absolute Hammer: Der Brief mit dem Scheck kam, und ich war so traurig, daß Clemens mir nichtmal einen Brief geschrieben hatte, daß ich ihn eiskalt am Telefon abservierte, als er sich erkundigte, ob ich den Scheck erhalten hatte. Ich war einfach zu verbittert. Doch, was ich nicht wußte, war, daß meine Mutter den Brief längst rausgenommen und zerrissen hatte.

Glücklicherweise kam alles raus, als Clemens nach Northeim kam. Ich war überglücklich. Mama wollte ihn natürlich nicht reinlassen und log ihm vor, ich wollte ihn nicht sehen. Doch, ich schaffte es, ihn ins Haus zu kriegen. Sabine trieb ihr falsches Spiel natürlich weiter und drängte Clemens, wieder zu fahren. Sie wollte ja, daß ich einen schlechten Eindruck von ihm bekam. Daher blieb ihm nichts anderes übrig, als zu sagen, daß er wieder in die Agentur müsse.

Und, als Mama dann mit Volker telefonierte, meinte er zu mir, er würde mir ja wieder schreiben. Von da an wußte ich, daß meine Mutter mir den Brief vorenthalten hatte. Ich wußte, das alles gelogen war und Clemens sehr wohl mit mir was zu tun haben wollte. Er bot mir sogar an, mehr Zeit mit ihm zu verbringen. Ich wollte sogar, daß er bei uns im Gästezimmer übernachtete, aber, da kam Sabine rein und Clemens meinte, das ginge nicht.

Als Clemens weg war, hatten wir einen fürchterlichen Streit, denn Sabine wollte mir weiterhin verbieten, Clemens zu sehen. Wütend ging ich auf mein Zimmer und packte meine Sachen. Hier wollte ich nicht länger bleiben. Ich trampte nach Berlin und lief blöderweise genau meiner Mutter in die Arme, die mich schon bei Clemens vermutete.

Nach einem Sitzstreik meinerseits und einem klärenden Gespräch mit Elisabeth gab Mama schließlich nach und ich durfte den Rest der Sommerferien bei meinem Vater verbringen. Überglücklich fielen wir uns in die Arme. Denn, kurz zuvor hatte Clemens gemeint, es wäre doch besser, wenn ich wieder mit nach Hause fahren würde und warten würde, bis Sabine sich wieder beruhigt hätte. Aber, Hauptsache, sie erlaubte es am Ende doch!

Clemens und ich verbrachten einen wunderschönen ersten, gemeinsamen Tag am Wannsee!

Mit der Zeit wurde alles zur Routine und wir hatten die üblichen Streitereien zwischen Vater und Sohn. Da hatte Mama schon rechtgehabt. Sie meinte nämlich, ich würde mich blenden lassen und es gebe nach einer Weile dieselben Streitereien wie zwischen Volker und mir.

Aber, Clemens und ich hatten auch schöne Zeiten miteinander. Und unternahmen auch tolle Sachen miteinander, wie Saunabesuche etc.

Verschiedene Erlebnisse: ( Noch ziemlich durcheinander! )

Clemens und ich wollten gern den Rest der Sommerferien miteinander in Berlin verbringen. Doch Sabine, meine Mutter funkt dazwischen, sie ist natürlich mal wieder dagegen. Ich soll wieder mit nach Northeim. Es kommt zu einem heftigen Streit. Ich laufe wieder von zu Hause weg und reise nach Berlin. Dort angekommen laufe ich Sabine genau in die Arme, die mich natürlich sofort wieder mit nach Hause nehmen will. Aber, ich weigere mich, Clemens hätte mich zwar gerne bei sich, hält sich aber aus der Diskussion heraus.

John und ich hatten eine zündende Idee, wie wir unser Taschengeld aufbessern konnten. Und zwar durch Pokern. Clemens war natürlich entsetzt und verweigerte strikt eine Taschengelderhöhung als erzieherische Maßnahme. Jetzt war guter Rat teuer. Kurzerhand organisierte ich mit John einfach eine eigene Pokerrunde, sobald ich sturmfreie Bude hatte. Natürlich war ich sehr stolz auf meine pfiffige Idee und entdeckte sogar meine Leidenschaft für das Spiel, bis Clemens plötzlich in der Tür stand.

Er war sehr besorgt darüber. Doch, statt des großen Donnerwetters und der Auflösung der Pokerrunde, kam eine für Clemens sehr ungewöhnliche Reaktion. Er setzte sich einfach zu uns und zog uns bis aufs letzte Hemd aus. Jetzt dachte er, hätte er uns eine Lektion erteilt, doch weit gefehlt. Da ich nun zuversichtlich war, daß Clemens nichts mehr dagegen hatte, setzten wir unsere Pokerrunde am nächsten Tag im "Mocca" fort. Und, als Clemens mich wieder erwischte und zu drastischeren Maßnahmen greifen wollte, hielt ich ihm seine eigene Spielsucht dagegen. Ich sah nicht ein, wieso ich dann auch aufhören sollte. Doch, Clemens war clever und drohte mir wieder mit meinem Taschengeld. Und, er wußte genau, wie wichtig es mir war. Damit hatte er mich. Und, ich versprach ihm tatsächlich, das Zocken in Zukunft zu lassen.


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