Erlebnisse
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Nachdem ich zufällig in einem Streit zwischen meiner Mutter Sabine und meinem Stiefvater Volker mitbekam, dass Volker gar nicht mein richtiger Vater ist, sondern ein gewisser Clemens Richter aus Berlin, kamen mir die Pläne, meiner damaligen  Freundin Svenja Götz, mit mir nach Thailand durchzubrennen, gerade recht.  Außerdem wollte ich sowieso abhauen, weil ich es bei meinem prügelnden Stiefvater langsam nicht mehr aushielt. Und so ließ ich mich von Svenja überreden, zuerst bei Clemens das Geld zu klauen und dann nach Thailand durchzubrennen. In Berlin angekommen, machten wir uns sofort auf die Suche nach meinem richtigen Vater. Wir waren überwältigt von der großen Stadt Berlin. Kannten wir doch nur das kleine Kaff Northeim. Doch, Clemens  war leider nicht zu Hause. Wir erfuhren jedoch, dass er eine Werbeagentur besitzt und versuchten es dort. Irrtümlicherweise wurde ich jedoch für einen Castingbewerber gehalten, der bald einen Werbespot für Bademoden machen sollte. Und, prompt nahmen sie mich, weil sie von mir so angetan waren.  Ich war zwar ziemlich verwirrt, aber, das Casting lief erfolgreich. Als ich Clemens kennenlernte, war ich anfangs sehr von ihm angetan.

 

In der Zwischenzeit jedoch redete Svenja mit Elisabeth und verstrickte sich ganz schön in Widersprüche. Und, ich mußte bangen, Clemens´ Symphatie zu verlieren. Doch,  dieser ließ sich nicht beirren und behielt trotz der scheinbaren Lüge weiterhin einen guten Eindruck von mir. Puh geschafft! Jetzt mußten wir nur noch auf die Gage für den Dreh warten und dann konnten wir endlich nach Thailand. Und, das so schnell wie möglich! Doch, die nächsten Probleme warteten schon auf uns. Clemens verlangte eine Einverständniserklärung meiner Eltern für den Dreh des Werbespots. Glücklicherweise fälschten Svenja und ich das Dokument und konnten uns so geschickt aus der Affäre ziehen. Leider waren Svenja und ich so abgebrannt, dass wir im „Daniels“ unsere Zeche prellen mussten. Man, war das peinlich! Heimlich stahlen wir uns davon. Denn, ich hatte große Angst vor den Folgen, vor allen Dingen vor der Polizei, da wir ja von zu Hause abgehauen waren.  Und zu allem Überfluß wurden wir auch noch tatsächlich beinahe von der Polizei aufgegriffen.

Svenja hatte jedoch kein Verständnis für meine Bedenken und wollte so schnell wie möglich nach Thailand.  Doch, es kam, wie es kommen musste: Ausgerechnet, als wir mal wieder im "Daniels" waren und unsere Rechnung nicht bezahlen konnten, kam Clemens und mußte dort die Besprechung für den Werbespot abhalten. Ich Idiot hatte das natürlich nicht bedacht, als ich mich mit Clemens verabredet hatte, daß es genau diese Bar war, wo wir so Geldprobleme hatten. Wir mussten natürlich höllisch aufpassen, nicht aufzufliegen. Zu allem Übel erkannte Daniel mich auch noch. Aber, seltsamerweise reagierte Clemens auf meine Zechprellerei ganz anders als erwartet. Außerdem war es Svenja langsam leid und drängelte mich, endlich das Geld von Clemens zu besorgen. Den Dreh wollte sie gar nicht mehr abwarten. Ich geriet zunehmends unter Druck. Doch, als ich sah, wie dreckig es Clemens nach dem Brand vom "Daniels" ging, brachte ich es nicht übers Herz, ihn zu beklauen, geschweige denn, ihm die Wahrheit zu sagen. Und, als ob das nicht schon schlimm genug war,  verhielt ich mich während des Drehs auch noch ziemlich verkrampft und ungeschickt, da ich das erste Mal vor der Kamera stand. Da half auch Clemens´geduldige Hilfestellung nicht. Der Dreh schien fast zu platzen, und mit ihm unsere Thailand-Träume.

 

                        

 

Doch, irgendwie klappte es mit dem Dreh zu guter Letzt doch noch. Aber, jetzt machte Svenja wieder Streß und drängelte mich, die Gage von Clemens so schnell wie möglich einzufordern. Ich musste ihr allerdings gestehen, dass ich sie noch nicht bekommen hatte. Und, wir beide waren total pleite. Sie war sehr ungehalten und drängelte mich, ich sollte Clemens endlich mit der Wahrheit konfrontieren. Wenn er erstmal wüßte, dass ich sein Sohn war, dann hätten wir es sicher leichter, das Geld von ihm zu bekommen.  Verständlicherweise traute ich mich nicht. Was wir allerdings nicht wussten, war, dass Clemens unterdessen selbst misstrauisch geworden war und uns beiden mal auf den Zahn fühlen wollte. Ich wusste nicht mehr, wie ich mich noch da rausreden sollte. Also, tischte ich ihm in meiner Verzweiflung eine halbwahre Geschichte über meine Eltern auf, die ihn vorerst milde stimmte.

 

                          

 

Allerdings nutzte ich sein Vertrauen aufs Neue aus. Wie er am nächsten Morgen feststellen musste. Svenja trieb mich immer mehr in die Enge und ich beschloß, endlich Clemens´Portemonnaie zu stehlen, was mich in eine auswegslose Situation brachte. Denn, ich bekam ein schlechtes Gewissen und geriet darüber mit Svenja in heftigen Streit. Doch, ich gab klein bei und entwendete die Geldbörse. Nico erwischte mich jedoch und brachte mich zu Clemens. Als dieser mich zur Rede stellen wollte, sagte ich ihm, dass ich die Geldbörse doch sowieso wieder zurückgeben wollte.

 

                        

 

Diesmal erkannte Clemens, dass ich mal die Wahrheit gesagt hatte. Doch, als er mir mit der Polizei drohte und behauptete, sie seien sicher schon auf dem Weg zu meinen Eltern, fasste ich endlich den Mut und gestand Clemens, sein Sohn zu sein.  Clemens fiel aus allen Wolken und konnte  sich nicht so recht mit seiner neuen Vaterrolle anfreunden. Umgehend informierte er erstmal Sabine, die natürlich sofort nach Berlin kam. Er war verwirrt und bat sie, mich näher kennenlernen zu dürfen. Aber, Sabine war natürlich strikt dagegen, mich in Berlin zu lassen.  Also fuhr ich wieder mit nach Northeim. Währenddessen dachte Clemens über alles nach und wollte mich als Sohn akzeptieren und mir erklären, warum das alles so gekommen war und er sich nicht um mich gekümmert hatte. Außerdem wollte er uns die Möglichkeit geben, uns beide besser kennenzulernen. Ungeduldig wartete er auf meine Antwort. Doch, der Brief kam nie bei mir an, denn Sabine hatte ihn mir einfach vorenthalten. Außerdem behauptete sie steif und fest, dass  Clemens nichts von mir wissen wollte. Ich war am Boden zerstört. Und, auch Clemens war traurig, dass ich immer noch nicht geantwortet hatte. Nach einer gewissen Zeit hielt der unglückliche Clemens es nicht mehr aus und rief mich einfach an. Da war die Kacke jedenfalls am Dampfen. Denn, dass ich nicht gerade erfreut war, was Sabine da gemacht hatte, war ja klar. Ich hätte Clemens so gerne geantwortet, doch zwischen  uns stand nunmal meine intrigante Mutter. ..

 

 

 

Clemens und ich wollten uns endlich besser kennenlernen und beschlossen, den Rest der Sommerferien miteinander zu verbringen. Ich hoffte, von Sabine die Erlaubnis zu bekommen, doch diese hatte mal wieder ihre eigenen Vorstellungen. Freudestrahlend fuhr  ich zu Clemens nach Berlin und…… lief direkt meiner überfürsorglichen Mutter in die Arme. Sie wollte natürlich, dass ich sofort wieder mit nach Northeim kam. Aber, natürlich habe ich mich geweigert. Und irgendwie hat Clemens es doch geschafft, dass ich bleiben konnte.

 

 

Eines Tages lud Clemens mich zu einer Präsentation eines Werbespots ein und stellte mich als seinen Sohn vor. Nico bat ihn, doch sicherheitshalber mal einen Vaterschaftstest zu machen, doch dieser lehnte ausdrücklich ab. Und ich begann natürlich,  mein neues Leben in Clemens´Umgebung zu genießen und wollte gar nicht mehr weg aus Berlin. Denn, mittlerweile fühlte ich mich dort richtig wohl.  Schließlich konnte Elisabeth Clemens doch zu einem Vaterschaftstest überreden, doch Clemens kämpfte mit seinem Gewissen.

 

                               

                       

 

Als ich durch Zufall von dem Vaterschaftstest erfuhr, befürchtete ich, dass ich Clemens nun doch lästig war und war ziemlich verunsichert. Cora hielt in dieser schweren Zeit zu mir und versuchte, mir, meine Ängste auszureden.  Trotzdem blieb ich skeptisch und wollte mit Clemens reden. Mutig konfrontierte ich ihn daher mit meinem Wissen über den Test. Clemens versuchte sich natürlich herauszureden und sich vor mir zu rechtfertigen, warum er den Test hinter meinem Rücken durchführen ließ. Aber, ich schenkte seinen Erklärungsversuchen keinen Glauben und verließ wütend die Wohnung. Das war wirklich ungeheuerlich, was er sich da geleistet hatte. Schließlich hätte er mich ja ruhig mal davon in Kenntnis setzen können, anstatt den Test hinter meinem Rücken durchführen zu lassen. Boah, das war so fies!  Währenddessen machte Clemens sich scheinbar große Vorwürfe und suchte mich. Als er mich schließlich fand, konnte er mir endlich seine Motive deutlich machen, so dass ich ihm endlich glaubte.  Wir versöhnten uns und öffneten dann gemeinsam den Brief des Labors…

 

 

Doch, das ist noch längst nicht alles, was ich in Berlin erlebt habe. Mein Leben bei Clemens fing ja gerade erst an und somit auch meine Erlebnisse:

 

Wie an dem Tag, als ich von Clemens´ neuem Kunden erfuhr, einem Sportlabel, das sehr großen Wert auf eine trendige Kampagne legte. Das klang sehr interessant und ich war so begeistert, dass ich es sogar versuchte, zu unterstützen. Natürlich war Clemens sehr überrascht über meinen Enthusiasmus. Doch, leider kam mein T-Shirt-Geschenk bei dem Geschäftstermin nicht gut an und Clemens sah ein, dass er es mir besser gleich gesagt hätte, dass in T-Shirt für diesen Anlaß unanangemessen gewesen war. Allerdings hatte die Sache ein Gutes: Clemens hatte endlich erkannt, dass er mich als Heranwachsenden ernst nehmen muß und bot mir zur Wiedergutmachung an, ihn zu einem Geschäftsessen zu begleiten.

 

Doch, ich wäre nicht Tim Böcking, wenn nicht auch dort wieder was danebengegangen wäre. Mir bekamen nämlich die Austern total nicht. Speiübel wurde mir davon. Clemens schickte mich daraufhin nach Hause. Allerdings war ich ziemlich gekränkt und war davon überzeugt, dass Clemens sich meiner schämte. Und, Clemens machte sich seinerseits auch seine Gedanken, wie er die ständigen Missverständnisse mit mir bloß vermeiden konnte.  Wir hatten es anfangs wirklich nicht leicht. Beide Seiten nicht!!!

 

Mit Wehmut dachte ich an das Ende der Ferien, was unweigerlich näherrückte. An meinem letzten Tag in Berlin hatte Clemens eine Überraschung für mich: Er lud mich zu einem Ausflug in einem Wasserflugzeug ein, was mich so sehr rührte, dass ich Clemens bat, von nun ab für immer bei ihm in Berlin bleiben zu dürfen. Clemens war glücklicherweise auch nicht abgeneigt und versprach mir, mit meiner Mutter zu reden…

 

Aber, die Schwierigkeiten waren noch lange nicht vorbei!!!.  Denn, natürlich klappte das nicht und Sabine stellte sich wieder quer. Schweren Herzens schickte Clemens mich wieder zurück nach Northeim. Aber, ich hielt es dort nicht aus und haute einfach ab. Clemens fragte sich besorgt, ob es richtig war, mich einfach so wegzuschicken. Und, umso erstaunter war er dann, als Sabine plötzlich vor der Tür stand und ihm mitteilte, dass ich weggelaufen war. Tja, ich hatte schon eine Menge auf dem Kerbholz und war anfangs ein ganz schönes Früchtchen. Jedenfalls wollte ich unter keinen Umständen nach Northeim zurück. Und, ich sah nur diesen Ausweg. Mir war das alles egal, nur weg aus Northeim und ab nach Berlin. Während meine Mutter und Clemens sich um mich sorgten, war ich überzeugt, mich allein in Berlin durchschlagen zu können. Ich traf den jugendlichen Herumtreiber „Tüte“, der mir ein Nachtlager und einen Job auf dem Großmarkt verschaffte. Ich war zu der Zeit ziemlich vernagelt und fest entschlossen, mich zu beweisen.

Leon Moreno fand mich und war fest entschlossen, mich zu meinem Vater zu bringen. Clemens und Sabine waren in der Zwischenzeit ziemlich verzweifelt und zerbrachen sich den Kopf darüber, wie sie mit einem notorischen Ausreißer wie mir, weiter verfahren sollten. Als Leon dann zur Erleichterung aller mit mir bei Clemens auftauchte, willigte Sabine endlich ein, mich bei Clemens wohnen zu lassen. Allerdings hatte die ganze Sache einen Haken: Jetzt wollte Clemens nicht mehr!

 

                            

                           

 

 

Doch die beiden einigten sich dann doch noch dass ich bei Clemens bleiben konnte. Allerdings unter Zwang, dass ich keinen Blödsinn mehr anstellen konnte. Was mir allerdings sehr missfiel. Und, ich war nicht damit zufrieden, unter diesen Umständen bei meinem Vater bleiben zu können. Natürlich gibt sich Clemens alle Mühe mit mir, allerdings mit angezogenen Zügeln.

Aber, ich suchte erst recht das Abenteuer.

Verenas Partylaune kam mir daher ganz schön gelegen. Allerdings war ich für ihre Späße noch nicht ganz gewappnet. Das war auch wieder mal sowas. Kurz, bevor es zwischen Verena und mir zum Äußersten kommen konnte, bekam ich kalte Füße und kniff. Und, natürlich kam es, wie es kommen musste. Als ich nach Hause kam, erteilte mir Clemens eine fette Rüge, da ich die vereinbarte Zeit überzogen hatte.  Man, dieser Spießer! Immer musste er mir einen Strich durch die Rechnung machen, wenn ich mal ein bisschen Spaß haben wollte!...

 

Bilder: Quelle: GZSZ.de


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